Mein Maskottchen ist der Gefahrgutbeauftrage von LEGO. Er sitzt auf meinem Schreibtisch und wacht darüber, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Den Beginn unserer wunderbaren Freundschaft sehen Sie hier (und über die Schwierigkeiten, zueinander zu finden erfahren Sie hier mehr)

Dienstag, 1. November 2016

Bettelbriefe aus Amerika

Ich bin aus irgendeinem Grund nach wie vor in einem Email-Verteiler des Wahlkampfteams von der Frau Hillary, ja, DER Hillary. Sie duzt mich, also kann ich das auch. Seit einiger Zeit werde ich geradezu bombardiert mit Emails, mit bettelndem, drohenden, schmeichelndem Unterton: Nur DU, Tobias, kannst uns noch helfen, nur auf DICH zähle ich, und bitte bitte enttäusche mich nicht.
Das sieht dann in etwa so aus (lila Kringel sind von mir):


Der Tonfall war anfangs noch nett und eher bittend:


und bekamm dann irgendwie einen reklamemäßig dann doch doofen Beigeschmack:

Hey, wie toll, ich könnte also tatsächlich der dreimillionste Spender sein! Wow, der kleine Tobi aus Deutschland! Und da Tante Hillary ja auch ganz genau weiß dass ich noch nix gegeben hab wäre ich also der perfekte "Kandidat" für diesen ehrenvollen Posten.

Heute erhielt ich wieder einen dieser anrührenden erbärmlichen und kläglichen Bettelbriefe:


Nun gut, Tante Hilly braucht mich also ganz furchtbar doll dringend, und noch dringender benötigt sie meinen Dollar. Aber hey, es ist ja nicht umsonst, ich bekomm dafür einen Aufkleber, kostenfrei!

Also, wo kann man schon mal für einen Dollar die Welt retten UND bekommt einen Aufkleber?
In der heutigen Email sahen die Optionen dann SO aus:


Naaaaaaaa gut, dann klicke ich mal die oberste Option mit dem einen Dollar an, und, huch, wo lande ich:

Nix von wegen einem Dollar, denn egal auf welche Schaltfläche ich oben geklickt hätte: Hier wäre ich gelandet. Ich muss also meinen - im Vergleich zu 500 Dollar dann doch eher kläglichen - einen Dollar unter "Other Amount" (anderer Betrag) selber einfügen. Mach ich auch. Und nachdem ich dann mehrfach gefragt werde ob denn diese Spende tatsächlich nur einmalig sein soll oder vielleicht doch lieber täglich/stündlich abgebucht werden darf kann ich meinen einen so sehr wichtigen Dollar per Kreditkartenabbuchung über den Atlantik schicken, zu meiner allerbesten Freundin Hilly, die schon so dringlichst darauf gewartet hat. Und natürlich freut sie sich, und zwar tüchtig:



Hey, das ist toll, irgendwie, naja, also Tante Hilly und ihr gesamtes Team in den USA wären ohne meinen kleinen Dollar nicht in der Lage gewesen ihre Arbeit zu verrichten.
Bin gerade ganz stolz!
Aber wann kommt denn mein Aufkleber, bitte?
Ach so... ähm, der kommt in 6 bis 8 Wochen.
Tja.
Hmmm.....
Gibt´s denn da noch was?
Na die nächste Mail kommt prompt:


Boah wie lieb, wenn ich heute noch mal spende bekomm ich zum Aufkleber sogar einen Magneten, umsonst, kostenlos, als Dankeschööööön von meiner Hilly.

Und damit das Nochmal-Spenden nicht nochmal so kompliziert ist bin ich natürlich erfasst und gespeichert und genieße vortan die Vorteile eines Premium-Spenders. Natürlich gibt man sich als solcher nicht mit einstelligen Beträgen ab:


Das Ganze wäre nicht so traurig, wenn ich nicht auch von Michelle Obama ähnlich lautende Mails erhalten würde:


Fieses Zitat aus der Mail übersetzt: "Deshalb wende ich mich ganz persönlich an dich, Tobias, und stelle dir eine ganz einfache Frage: Hast du wirklich alles getan was du kannst um zu helfen dass Hillary gewinnt?"

Natürlich stellen mit der liebe Barack oder der Kumpel Joe permanent ähnliche Fragen...


.. und wer wäre nicht geschmeichelt wenn einen der vielleicht/wahrscheinlich/hoffentliche  zukünftige zweite Mann der stärksten Nation der Welt um Hilfe bittet?

Was bleibt? Ich warte auf meinen versprochenen Aufkleber, und bezweifle mal dass die Herstellungs-und Versandkosten meine so arg wichtige Spende von einem Dollar unterschreiten werden, und ich hoffe SEHR, dass ich hier in Deutschland niemals von Angela, Sigmar, Cem oder wem auch immer eine Email bekomme mit dem Inhalt "Tobias, ich brauche dich und deine Unterstützung, jeder Euro zählt, und wenn du jetzt hier klickst schick ich dir auch einen Aufkleber als kleines Dankeschön. Dein/e ....."

Dienstag, 9. August 2016

Sostmeier labert mal wieder Scheisse....


... in der ARD, am Montag, 08.08. 2016, gegen 20:35, unterstellt er einer Reiterin ei den Olympischen Spielen, sie habe  sich wohl vor Aufregung eingekotet....


video

Auch schon vor 4 Jahren war es wahrlich kein Vergnügen mit dem irren Sostmeier, siehe hier

Dienstag, 2. Februar 2016

Au Weia!!!

Ai Weiwei imitiert am Strand von Lesbos den toten syrischen Flüchtlingsjungen Alan Kurdi am Strand in der Türkei:


Ein toter Wal imitiert am Strand von Cuxhaven einen toten Wal:


Sonntag, 13. Dezember 2015

der ganz normale deutsche Wahnsinn

Wenn Satire auf Realität trifft verstummt selbst (fast) der Sarkasmus: In Berlin werden die Flüchtlinge teilweise unter Zuständen "gehalten", die an Massentierhaltung erinnern. Diese Massenunterkünfte sind ein offensichtliches Zeichen des Versagens unseres Staates. Große zugige Hallen mit Hunderten von klapprigen Etagenbetten, keinerlei Möglichkeit für Rückzug in ein Minimum an Privatsphäre, groteske hygienische Zustände, entwürdigendes Warten auf Verpflegung, das "Aufeinanderhocken" provoziert Aggressionen, dazu dann noch "Wärter" fernab jeglicher Empathie: Erinnert an den freud- und hoffnungslosen Alltag von Legehennen oder Supermastschweinen. Nun müssen Flüchtlinge, die nach monatelanger Odyssee durch Europa und Berliner Bürokratie endlich immerhin ein Bett und ein Dach gefunden haben, wenn auch nur in einer Messehalle, demnächst wieder umziehen. Nach nebenan. Denn in ihrer momentanen "Unterkunft" findet demnächst die, nein: DIE Fressorgie der übersättigten Deutschen statt, die sich von Häppchen über Schnäppchen bis hin zum nächsten Frei-Bier torkeln, schon mittags besoffen die letzte drei Würste heraus kotzen und sich um billigen Käse prügeln. Aber die Flüchtlinge müssen nicht für süssen Wein aus Kroatien oder Gänsestopfleber aus dem Elsass ihr mehr als karges Heim räumen, nein: Kurz vor Weihnachten müssen alle raus, damit in ihrer ehemaligen Unterkunft eine "Erlebniswelt Heimtiere" entstehen kann. Kapiert? Heimatlose Flüchtlinge werden rausgeworfen für eine "Erlebniswelt Heimtiere". Wenn Flüchtlinge schon wie Tiere gehalten werden: Warum nicht ein buntflatterndes Absperrband drumherum spannen, Eintritt verlangen, und eine wunderbar aufregende "Erlebniswelt heimatloser Flüchtlinge" für die verfetteten übersättigten verfressenen Messe-Schnäppchen-Jäger anbieten? Vielleicht mit Futter-Automaten, an denen man kleine Päckchen mit Nüsschen und Rosinen erwerben kann, und die man dann den Bedürftigen in ihre kärgliche Lagerstatt hinein werfen kann?

Glaubste nich? Kuckste hier

Montag, 16. November 2015

Déjà-Vu-Erlebnisse im neuen Berlin-Tatort

Gestern auch den Tatort aus Berlin gesehen? Und auch manchmal ein beklemmendes Gefühl gehabt nach dem Motto "Da isser ja schon wieder"? 
Jaja, ich weiß, lieber rbb, ihr seid permanent klamm und knapp bei Kasse. Fällt beim gestrigen aktuellen Tatort aus Berlin erst auf den 2. Blick auf, denn er war bildgewaltig und opulent. ABER: Offenbar wurden alle Szenen, in denen sich Arash und Ira an einem Ubahnhof treffen an nur EINEM Tag gedreht, und offensichtlich standen für den gesamten Drehtag die gleichen Komparsen zur Verfügung. WENN man also solch einen Dreh plant sollte man UNBEDINGT darauf achten, dass die Komparsen absolut durchschnittlich, austauschbar und "verwechselbar" aussehen. Nun ja, einer der Komparsen hatte allerdings einen recht großen Wiedererkennungswert. Wann immer sich also - egal an welchem Tag im Film - die beiden Jugendlichen am Bahnhof trafen schlich ein SEHR prägnanter Typ irgendwo im Hintergrund herum. Aber der Reihe nach:

Seinen ersten Auftritt hat unser gutgebauter blondierter Freund schon nach 2 Minuten, es läuft noch der Vorspann, das Teenie-Pärchen rennt (!!) an ihm vorbei zur Rolltreppe, während er noch in sein Handy starrt:

Screenshot Tatort rbb "Ätzend", 15.11.2015

Und ganz offensichtlich rennt er ihnen danach sofort hinterher, denn 20 Sekunden später befindet er sich direkt hinter ihnen auf der Rolltreppe:

Screenshot Tatort rbb "Ätzend", 15.11.2015

Ein paar Tage später, die selbe Rolltreppe, und täglich grüßt unser Lieblings-Komparse (aber diesmal hat er sich immerhin eine hübsche Jacke anziehen lassen), wir befinden uns in Minute 52:

Screenshot Tatort rbb "Ätzend", 15.11.2015

Und wiederum einige Tage später, Ubahnhof, usw, ihr wisst schon, Minute 1:06:48

Screenshot Tatort rbb "Ätzend", 15.11.2015
Und nun sagt: Ist das nicht echt ÄTZEND?????

PS: Lieben Dank und herzliche Grüße an die Kollegen vom bildblog :-)


Dienstag, 18. August 2015

ich mach jetzt auch mal Clickbaiting

eben auf facebook, das Online-Medienmagazin meedia hatte mal wieder einen Grund, sich künstlich zu echauffieren:

Screenshot Facebook  18.08.2015, 14:55

Tja, und exakt diese Journalistenregel ("Tote gehen immer") beherzigte das Magazin auf das Offensichtlichste.  Natürlich nicht ohne sich über die Widerwärtigkeit dieses Vorgehens tüchtig zu empören, denn wenn man den Link anklickt gelangt man zum dazugehörigen Online-Artikel und liest staunend das Folgende.

Screenshot meedia.de 18.08.
Und jetzt frag ich mal ganz doof: Wenn man also bei facebook ein Posting einstellt, das sich über das widerwärtige Clickbaiting mit einer verstorbenen DSDS-Teilnehmerin beschwert und sich im dazugehörigen Artikel über die verabscheuungswürdige Praxis beschwert, dass man ("Tote gehen immer") mit Andeutungen die Leser zum Klick - ergo Clickbaiting .- verleitet, aber GENAU und EXAKT gerade das Gleiche macht: Ist das dann  dumm oder dreist?

Um das Ausmaß der Frechheit zu verdeutlichen muss man einfach nur den meedia-Text minimal verändern, etwa so:

Bei Facebook textete die meedia-Redaktion zu der Meldung: "Geschmackloses Clickbaiting der InTouch mit einer verstorbenen “DSDS”-Kandidatin". Dazu gab es ein Bild der 21-jährigen zu sehen. Text und Bild zwingen den interessierten Leser dazu auf den Link zu klicken. Das nennt man Clickbaiting und es ist in vielen Online-Redaktionen eine gängige Technik, um Leser aus den sozialen Netzwerken auf die eigenen Web-Portale zu ziehen. Ob das allerdings auch bei Meldungen über Verstorbene sein muss, darf man wohl getrost verneinen.


Abgesehen davon: Diese junge Frau ist tatsächlich gestorben, viel zu früh, unter schrecklichen Umständen. Das ist NICHT nur eine Onlinemedien-Meldung oder ein Nebensatz auf einem Promi-Portal. Wieviel Abgebrühtheit muss man haben, um auch nur ansatzweise daran zu denken, in einem Artikel, der von ihrem Schicksal handelt die Worte "Tote gehen immer" zu verwenden?????

Montag, 4. Mai 2015

queer.de und der Strg-Entf-Battle

Eigentlich keine große Geschichte, aber absolut unnötig:
Das Online-Portal queer.de veröffentlicht heute morgen einen Artikel über die PR-Aktion des Lifestyle-Magazins Vangardist, dessen Druckertinte  mit einem Tröpfchen pasteurisierten Blutes eines mit HIV infizierten Mannes angereichert ist. Sogleich wird auf der Facebook-Seite von queer.de auf den Artikel verlinkt.
Ich poste auf Facebook unter der Verlinkung bei queer,.de, dass mich die Wortwahl im Artikel irritiert, denn dort steht:


Klingt für mich wie Bratwurst mit oder ohne Darm.
Prompt wird das Facebook-Posting von queer.de komplett (selbstverständlich inklusive Kommentare und natürlich kommentarlos) gelöscht, der Artikel wird dezent überarbeitet, ein neuer Link zum Artikel wird gepostet.
Dort steht nun:


Facebook-Postings löschen, Artikel ändern, hmm, also poste ich einen Kommentar auf der Webseite von queer.de, und zwar diesen hier:


Veröffentlicht wird hingegen nur die zensierte und gekürzte Fassung, das sieht dann so aus:


Ganz langsam bin ich ein klein bisschen verärgert und poste obiges unter dem - neuen - Posting auf Facebook, das sich auf den Artikel bezieht:



Anstatt einer Antwort, eines Kommentares oder einer sonstigen Reaktion wurde - 3x darf man raten - schlicht das Facebook-Posting inklusive meiner Kommentare zum 2. Mal gelöscht.

Zitat von der HP von queer.de aus der Rubrik "Eine Firma stellt sich vor":

"Das LGBT-News-Portal "Queer" ist das wichtigste Standbein des Unternehmens - und es liegt den Mitarbeitern auch besonders am Herzen. Das Team hat den Ehrgeiz, das Portal als Hauptpublikation für schwul-lesbische Nachrichten in Deutschland weiter zu festigen und zudem verstärkt als Community auszubauen."

Da ich mich gerade sowieso aufrege:
Prompt folgte das eigentlich angesehene Marketing-Portal Horizont mit einer Schlagzeile, die ich ansonsten bei der BILD vermutet hätte:


Und wo ich schon dabei bin, den folgenden Kommentar unter einem soeben erschienen Facebook-Postings des Magazins, um das es hier eigentlich geht, konnte ich mir dann auch nicht verkneifen:


Wenn man sich alleine schon die Anti-Warnhinweise durchliest wird einem als Normal-Durchblätterer ganz anders:




Zurück zum Thema:  Ein paar Stunden später war das exakt gleiche Posting, das zum Artikel verlinkte, wieder auf der Facebook-Seite zu finden. Diesmal wurde es selbstverständlich im Kommentarbereich mit diesem Artikelchen versehen, den Sie gerade im Moment lesen...


Sonntag, 26. April 2015

RTL quält seine DSDS-Kandidaten im Höllenbus

Hallo, RTL, wie grausam seid ihr denn? Kurz zur Erinnerung: Am 11. April, also vor ZWEI Wochen, erfolgte die Aufzeichnung der 1. Event-Show im österreichischen Ischgl. Glaubt man euch, dann wurden die bemitleidenswerten Kandidaten direkt von der Bühne noch in ihren Show-Outfits in den Kandidatenbus verfrachtet, den sie die kommenden ZWEI Wochen nicht verlassen durften geschweige denn sich umziehen durften! Zitat Olli Geissen in der LIVE-Verkündung der gestrigen Gewinner:

"Hinter mir steht der Tourbus von DSDS, direkt aus Ischgl"

Kurz mal nachrechnen: Die Entfernung Ischgl-KölnOssendorf beträgt knappe 700 Kilometer. Für diese Strecke benötigte der Tourbus also 14 Tage, macht eine Tagesleistung von immerhin 50 Kilometern, oder gut 2 km/h. Toll, oder? Oder pure Folter?
Man vermag sich die Zustände im Folterbus kaum vorzustellen: Die verschwitzten Kandidaten saßen gefangen im Bus, ruckelten im Schneckentempo durch die Landschaft....  Allein schon die Geruchsbelästigung muss irgendwann unerträglich gewesen sein. Doch nicht eine glamouröse Showbühne erwartete die Kandidaten, sondern lediglich ein zugiger Parkplatz. Kurz durften sie den Bus verlassen, bis acht der Kandidaten schon wieder einsteigen mussten, auf gehts zum nächsten Event am kommenden Mittwoch.
Immerhin mit zwei Kandidaten - Leon und Marcel - hatten die Zuschauer Mitleid, sie wurden aus dem Höllenbus befreit.
Wahrscheinlich stehen sie noch immer auf dem Parkplatz in Köln-Ossendorf herum und reiben sich die Augen.
Und der Rest? Keine Sorge, der Ort für das nächste Event ist "nur" ca 130 Kilometer entfernt, das sollte der Bus also bei einem Tagespensum von 50 Kilometers  in zweieinhalb Tagen locker schaffen. Da die Aufzeichnung erst am kommenden Mittwoch ist wird man also voraussichtlich Dienstag Mittag in Balve eintreffen. Und dann endlich Duschen, Umziehen, frische Luft atmen. Bis es dann hinunter  hinein (Dank an Stefanie G.!) in die Höhle geht.
Puh, RTL, womit haben die armen Kandidaten DAS verdient???

Mittwoch, 11. März 2015

isch könnt misch uffrege....


ich dachte erst das wär ein verfrühter Aprilscherz, aber: Tic Tac gibt es jetzt auch mit Popcorn-Geschmack! Wo soll das enden? Tic Tac à la Currywurst? Tic Tac Mettbrötchen? Oder habt ihr das etwa schon mal probiert? http://www.tictac.de/de/popcorn

unser Verlierer des Tages: Der Onlineshop des Sportartikelherstellers arena. Während man bei der Konkurrenz für den Versand einer Sporthose nur von 3,95 (Puma) über 4,95 (adidas und Reebok) bis hin zu glatten 5 Euro( Nike) löhnt zaht man bei arena stolze 9,60 Euro! Für den Versand einer Badehose, die locker in einen DIN-A-5-Umschlag passt! Übrigens sind die Grenzen, ab denen der Versand kostenfrei ist vergleichbar, sie liegen zwischen 50 und 60 Euro, nur Reebok stich mit satten 150,- Euro aus dem Ranking heraus. Dennoch: 9,60 Euro für den Versand einer Badehose lässt darauf schließen, dass man keinerlei Interesse am Online-Verkauf hat und sich den lästigen Aufwand doppelt und dreifach bezahlen lässt. Übrigens: Ein "Großbrief", in den eine Badehose mehr als locker passen würde kostet bei der Deutschen Post mal eben schlappe 1,45 Euro. Beide Daumen runter!

Donnerstag, 15. Januar 2015

Ein Sondernewsletter, der mir quer im Magen liegt


Man macht es ja normalerweise im guten Glauben: den Newsletter zu abonnieren. Denn dadurch  wird man immer mal wieder freundlich und höflich über aktuelle Entwicklungen informiert und muss dazu nicht ständig die jeweilige Homepage aufsuchen. Doch Obacht, es gibt ein eine böse Falle: Den Sondernewsletter!! Das ist dann kein Neuigkeiten-Internetbrieflein, sondern plumpeste Werbung. Die KANN nerven, MUSS aber nicht. Oder sie kann einen so aufregen, dass daraus ein Artikel wird.
Was ist geschehen?
Das Online-Magazin queer.de ,eher links und mit dem Anspruch, das deutsche "queere Portal mit Nachrichten aus Politik, Szene und Kultur" zu sein schickt mir einen Sondernewsletter. Wohlgemerkt; Den normalen Newsletter habe ich abonniert, insofern eigentlich kein Grund zur Beschwerde.


Den "Sondernewsletter" ("mit den besten Empfehlungen") soll mir nun ans Herz legen, sofort meine Sachen zu packen und bei klm einen Flug zu buchen:

Screenshot Sondernewsletter von queer.de


Preise, die mit dem netten kleinen Zusatz "ab" versehen sind darf man natürlich nicht ernst nehmen. Würde ich tatsächlich ganz spontan ("Nichts wie packen und weg") über die klm-Seite einen Flug nach Singapur und zurück buchen wäre das ein klein wenig teurer: Mehr als 1860,- Euro würde das Ticket kosten.

Apropos Singapur
Ist das nicht DAS Traumziel aller Tunten-Touris, Homo-Hoppers und gleichgeschlechtlich liebenden Weltenbummler?
NEIN, ist es NICHT:



Fragen wir mal kurz nach beim Auswärtigen Amt: In seinen Reiseinformationen bezüglich Singapurs liest man (Zitat): 

In Singapur sind homosexuelle Handlungen zwischen Männern nach wie vor strafbar (Section 377A Penal Code).

Das hätte auch den Schreibern von queer klar sein können, immerhin haben sie oftmals über die mittelalterlichen Verhältnisse berichtet:


zum Artikel: http://www.queer.de/detail.php?article_id=20045
zum Artikel: http://www.queer.de/detail.php?article_id=13681


zum Artikel: http://www.queer.de/detail.php?article_id=18982
zum Artikel: http://www.queer.de/detail.php?article_id=21937

Um es klar zu stellen: Natürlich muss ein Portal wie queer.de auch irgendwie versuchen, Geld zu verdienen. Aber ein "Sondernewsletter", der mir verkaufen will, dass ich ganz schnell meine Koffer packen und eine Reise buchen soll dorthin, wo es folgenden Gesetztext nach wie vor gibt ist absolut obsolet:

Original Gesetztestext:
Section 377A Outrages on decency
Any male person who, in public or private, commits, or abets the commission of, or procures or attempts to procure the commission by any male person of, any act of gross indecency with another male person, shall be punished with imprisonment for a term which may extend to 2 years.

Übersetzung (Wikipedia):
Artikel 377A Gräueltaten am Anstand
Jede männliche Person, die in der Öffentlichkeit oder im Privaten, eine grob unanständige Handlung mit einer anderen männlichen Person vollzieht, deren Vollzug begünstigt, zu deren Vollzug verleitet oder versucht, dazu zu verleiten, kann zu bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt werden.

Get Fireworks Effect Effect