Mein Maskottchen ist der Gefahrgutbeauftrage von LEGO. Er sitzt auf meinem Schreibtisch und wacht darüber, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Den Beginn unserer wunderbaren Freundschaft sehen Sie hier (und über die Schwierigkeiten, zueinander zu finden erfahren Sie hier mehr)
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Mittwoch, 13. Juli 2011

unkommentiert

mal wieder ein Beitrag in der Rubrik "unkommentiert". Und zwar deshalb genau in dieser Rubrik, weil es völlig unnötig ist, die Angelegenheit selber zu kommentieren. Das tun Andere und das machen vor allem die Fakten....

Es geht um den FDP-Europaabgeordneten Dr Gorgos Chatzimarkakis und die Aberkennung seines Doktorgrades durch die Universität Bonn.

Chatzimarkakis schreibt am 28.06.2011 auf seiner Homepage:
"Ich habe dargelegt, dass in allen Fällen die entlehnten Gedankengänge oder Sinnzusammenhänge durch Fußnoten ausgewiesen sind. In acht Fällen fehlt die Quellenangabe aufgrund eines Redaktionsversehens, die genutzten Quellen meiner Dissertation finden sich allesamt im Literaturverzeichnis." 

Die Uni Bonn schreibt in ihrer Pressemitteilung vom 13.07.2011:
"Die Promotionskommission stellte in ihrer Untersuchung außerdem fest, dass mehr als die Hälfte des Textes der Chatzimarkakis-Dissertation aus fremden Federn stammt; so etwas genüge nicht den Anforderungen an eine Doktorarbeit, die ja eine selbständig erbrachte wissenschaftliche Leistung sein müsse."

Chatzimarkakis schreibt am  13.07. (nach Bekanntgabe der Entscheidung der Uni) auf seiner Homepage:
"Bei aller Enttäuschung stelle ich aber erleichtert fest, dass die Universität Bonn keine Täuschungsabsicht sieht und ausdrücklich Fußnotenapparat und Literaturverzeichnis als regelgerecht ansieht."
 
Die Uni Bonn schreibt in ihrer Pressemitteilung vom 13.07.2011:
"Der Dekan bedauerte den Plagiatsfall und erklärte: „Wir werden verstärkte Anstrengungen unternehmen, um solche Machenschaften künftig zu verhindern. Einen absoluten Schutz gibt es leider nicht.“"

Der Duden erläutert den Begriff  "Machenschaften" wie folgt:
"sich im Verborgenen abspielende, unlautere Handlung, Unternehmung, mit der sich jemand einen Vorteil zu verschaffen oder einem anderen zu schaden sucht"

Chatzimarkakis schreibt am 28.06.2011 auf seiner Homepage:
"Ich habe dargelegt, dass in allen Fällen die entlehnten Gedankengänge oder Sinnzusammenhänge durch Fußnoten ausgewiesen sind."

Die Uni Bonn schreibt in ihrer Presse-Erklärung:
"Die Prüfer fanden in der Dissertation „Informationeller Globalismus: Kooperationsmodell globaler Ordnungspolitik am Beispiel des Elektronischen Geschäftsverkehrs“ in zahlreichen Fällen aus anderen wissenschaftlichen Arbeiten entlehnte Passagen, die nicht als wörtliche Übernahmen gekennzeichnet waren. Chatzimarkakis hatte Texte anderer Autoren in seine Doktorarbeit eingefügt, deren Anfang und Ende jedoch nicht z.B. durch Anführungszeichen gekennzeichnet. Lediglich am Ende der Passagen nannte er in einer Fußnote die Belegstelle. Das reicht jedoch nicht aus und verletzt die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens. „Eine solche Praxis vermittelt den Eindruck“, so der Dekan der Philosophischen Fakultät, Professor Dr. Günther Schulz, „dass hier Herr Chatzimarkakis spricht, während in Wirklichkeit Texte anderer Autoren reproduziert werden.“"

Chatzimarkakis rechtfertigt seine Zitier-Weise mit dem Stilmittel des Intertextualisierens, das er bei seinem dreimonatigen Forschungsaufenthalt am St. Antony´s College in Oxford Ende 1995 kennen- und schätzen-gelernt hatte.
Werfen wir also einen Blick in das Regelwerk der Uni Oxford:
"Verbatim quotation without clear acknowledgement
Quotations must always be identified as such by the use of either quotation marks or indentation, with adequate citation. It must always be apparent to the reader which parts are your own independent work and where you have drawn on someone else’s ideas and language."
(Übersetzung von mir: Zitate müssen stets als solche gekennzeichnet sein, entweder durch Anführungszeichen oder durch Einrücken. Es muss für den Leser immer erkenntlich und offensichtlich sein, welche Teile Ihre eigene unabhängige Arbeit sind und wann Sie die Ideen und Texte von jemandem anderen verwenden.)

Samstag, 21. Mai 2011

unkommentiert

Die Gattin des lüsternen IWF-Greises Strauss-Kahn hatte sich ja extra Mühe gemacht, für den Hausarrest ihres treulosen Gatten eine adäquate Bleibe zu finden. Denn selbstverständlich mussten gewisse Bedingungen erfüllt sein, damit der Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet würde und er auf den gewohnten Service nicht verzichten müsste.
Gesucht - gefunden: Das Bristol Plaza, eine Luxus-Appartment-Anlage (Minimum-Mietzeit 30 Tage!)
Weshalb gerade dort?
Na schauen wir mal in den Bereich "Guest Services":

"Daily maid service with fresh towels and quality linens".

Doch leider, oh weh, hat der "willing and gracious staff who always take a personal interest in the well-being of every guest" (Zitat, kein Plagiat) eine deftige Schmerz-Zulage verlangt und aus dem geplanten Zwangs-Urlaub in der Edel-Herberge wurde nix....

Donnerstag, 24. März 2011

unkommentiert

keine Frage, die Internetpöbel-Seite isharegossip.com ist absolut obsolet, mehr noch: Sie ist gefährlich, zerstört Seelen und macht Menschen das Leben zur Hölle.
(Um so schöner, dass die geballte Wut der Internet-Community nun über den Machern hereinbricht und die Seite mit Tausenden von kopierten Wikipedia-Artikeln zugespammt wird).

Wenn man sich allerdings vertippt und das Länderkürzel .de an die Mobbingadresse anfügt, landet man auf einer unschuldig aussehenden weissen Seite, die einzig und allein einen Link zu einem - kritischen und empörten - Artikel der BILD-Frankfurt enthält.




Nun könnte man meinen, dass dies ein löblicher Versuch sei,
den Machern des Netz-Mobs ein Bein zu stellen. Doch wenn
man mal schaut, wem die Domain www.isharegossip.de gehört,
dann stösst man auf den Namen Tobias Huch und seine resisto it GmbH.
Eben jene sorgte in der Vergangenheit nicht für gute Schlagzeilen und Tobias Huch landete kürzlich einen ziemlichen Coup, als sich herausstellte, dass er hinter der facebook-Seite "Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg" steht, deren unvorstellbar massiver Zuwachs an Unterstützern für viel ungläubiges Erstaunen sorgte.
Dass dieser Krawallmacher , ähm nein: Internetaktivist nun die Seite isharegossip.de hält, nun ja, sorgt zumindest für eine hochgezogene Augenbraue bei mir. Aber er hat anscheinend ein neues Betätigungsfeld gefunden, also auch nicht schlecht.

Tobias Huch sorgte vor geraumer Zeit für Aufmerksamkeit, als er domains mit Namen von Nazis reservierte, diese jedoch später an das Internetportal des Arbeitskreises Shoa.de e.V. abtrat.

Übrigens: Tobias Huch ist seit Anfang 2011 Bezirksvorsitzender der
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